Gewalt in Paarbeziehungen ist entgegen landläufiger Meinung kein Schichtphänomen: Zumeist sind Frauen aus allen Bildungs- und Einkommensschichten von Gewalt betroffen. Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren hat im Verlauf ihres Lebens körperliche oder/und sexuelle Gewalt durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt. Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen sind besonders gefährdet, Opfer geschlechtsbezogener Gewalt zu werden. Sie sind fast doppelt so häufig körperlicher Gewalt und etwa zwei- bis dreimal häufiger sexueller Gewalt ausgesetzt als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt.
Kinder, die häusliche Gewalt miterleben, sind massivem Stress ausgesetzt. Ihre kindliche Welt, ihr Bedarf nach Sicherheit und Geborgenheit wird durch Gewalt massiv bedroht. Dies kann ihre psychische und körperliche Entwicklung stark beeinträchtigen: Viele betroffene Kinder fühlen sich wertlos und ohnmächtig, verlieren das Vertrauen in Erwachsene und sich selbst, entwickeln weniger Selbstvertrauen und leiden unter Angst oder sogar Depressionen.
Die gilt insbesondere auch für Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Hierunter verstehen wir jegliche sexuelle Handlung, die an oder vor Kindern und Jugendlichen gegen deren Willen vorgenommen wird oder der sie aufgrund ihrer körperlichen, seelischen, geistigen oder sprachlichen Unterlegenheit nicht frei und wissentlich zustimmen können.
In Zahlen, Daten und Fakten berichten wir über unsere Hilfen im Bereich Gewaltschutz in 2024: Jahresbericht 2024 Gewaltschutz
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